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25 Jahre Festival - Dirk Janz: „Das war damals eine totale Euphorie.“

16.02.2018 - 14:09

2018 wird das BIKE Festival Garda Trentino powered by FSA 25 Jahre alt. Grund genug, einen der Aussteller-Pioniere zu Wort kommen zu lassen.

Dirk Janz war 1994 mit der noch jungen Firma BikeAction am Gardasee, um als Europa-Vertretung Rocky Mountains ein Lebensgefühl zu feiern. Ein Spirit, aus dem das wohl bekannteste Mountainbike-Festival der Welt wurde.

„Woran ich ich noch gut erinnere, ist diese Grundstimmung. Das war damals eine totale Euphorie. Es war klar, dass wir vor Ort sein mussten“, erzählt Janz im Gespräch, dem sich alleine schon die Fahrt über den Brenner im Gedächtnis eingebrannt hat:

„Das war schon auf der Strecke dermaßen cool. Da waren so viele Auto mit Mountainbikes unterwegs. Da hat man schon auf dem Weg an den Gardasee gute Laune bekommen.“

Und die sollte vor Ort nicht abebben. „Wir waren ja vielleicht mal 30 oder 40 Aussteller. Alles war recht einfach gehalten. Wir hatten zwei Stühle und ein weißes Gartenzelt aus dem Baumarkt für 99 Mark dabei. Mountainbiken ist für mich schon immer eine Lebenseinstellung gewesen. Wir sind in erster Linie damals hingefahren, um uns selbst zu feiern.“

Mit leichtem Gepäck. Janz hatte gerade einmal drei Bikes und den ersten Teamfahrer Lutz Schäfer mit dabei.

Ein paar Jahre später erkannte der Hesse dann das volle Potenzial der Veranstaltung in Norditalien.

„Beim ersten Weltcup vor Ort habe ich die SPD-Pedale im Feld verteilt. Wer wollte, konnte sie ausprobieren: Was ist besser, das Klickpedalsystem oder Schlaufen?“

Spätestens seit dieser Aktion ist das BIKE Festival ein wichtiger Bestandteil des BikeAction Marketings, da der direkte Kontakt mit dem Endverbraucher immer wichtiger wird. Auch wenn in den 90er Jahren die Parties noch für viele Priorität hatten:

„Das war Wahnsinn, irgendwann wurden die Stände größer, es kamen richtige Lounges dazu. Wer vor 5:00 Uhr morgens im Bett war, war ein Weichei.“

Messe, Events und Nachtleben – das BIKE Festival war auch der perfekte Ort, für Filmpräsentationen.

„Bei der Vorstellung von Kranked ging es zu. Die Fahrer haben vier Stunden Autogramme geschrieben. Wir haben sogar Würstchenpappteller geholt, damit jeder eine Unterschrift bekommen konnte.“

Über die Jahrtausendwende ist das Festival immer größer und professioneller geworden, die Grundidee ist aber für Janz immer geblieben. Sonst wäre eine engere Verzahnung der Marke Rocky Mountain mit dem Event wohl auch nicht denkbar gewesen.

Seit einigen Jahren tritt der Aussteller der kanadischen Bike-Schmiede auch als Namensgeber des Marathon-Rennens vor Ort auf, das Jahr für Jahr die Saison in Europa einläutet.

„Wir haben uns damals, als Karl Platt für uns die erste Transalp gefahren ist, dazu entschieden, weg vom BDR zu gehen und uns mehr auf die Marathons zu konzentrieren.“ Ein Schritt, den Janz eigentlich nie bereut hat, auch wenn vor Kurzem die strategische Ausrichtung komplett unter die Lupe genommen worden ist.

„Ich schaue mir jedes Jahr die Teilnehmerzahlen an. Die bleibt seit Jahren konstant. Und es ist auch schön zu wissen, dass jeder der erstmals 80km mitfährt, emotional richtig viel mit nach Hause nimmt. Dennoch haben wir letztes Jahr überlegt wie es weitergehen soll. Aber das Festival ist und bleibt eine Plattform für alle: Medien, Fans, etc. Riva ist eine super Möglichkeit, etwas Neues vorzustellen; und das nutzen wir seit fünf Jahren intensiv.“

Auch im Jahr des Jubiläums, für Janz sind es gleich mehrere (30 Jahre BikeAction und Rocky Mountain in Europa, 10 Jahre Evoc), wird die Crew mit Sitz in Rodgau nicht nur erstmals mit dem neuen Maloja Rocky Mountain Team am Start sein, sondern auch die ein oder andere Neuheit präsentieren.

Was wird aber noch nicht verraten. So viel ist aber klar, ein Besuch beim BikeAction-Stand lohnt sich.

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